1361: KI im Unternehmen: Warum Du zuerst selbst denken musst mit Daniel Stoller-Schai

Vom 16.09.2026



Das ist Folge 1361 mit Daniel Stoller-Schai – Experte für digitales Lernen, digitales Arbeiten und KI-basierte Organisationsentwicklung. Daniel beschäftigt sich bereits seit den 90er-Jahren mit künstlicher Intelligenz und neuronalen Netzwerken und hat seine Expertise über Jahrzehnte in kleinen Unternehmen und internationalen Konzernen eingesetzt.

Willkommen zu Unternehmerwissen in 15 Minuten.

Mein Name ist Rayk Hahne, Ex-Profisportler und Unternehmensberater.

Jede Woche bekommst Du eine sofort anwendbare Trainingseinheit, damit Du als Unternehmer noch besser wirst.

Danke das Du Die Zeit mit mir verbringst. Lass uns mit dem Training beginnen.

In der heutigen Folge geht es um, KI im Unternehmen: Warum Du zuerst selbst denken musst

Welche 3 wichtigen Punkte kannst Du Dir aus dem heutigen Training mitnehmen?

1. Warum KI kein Angestelltenthema ist

2. Wie Du KI optimal nutzt

3. Warum Du vor allem ohne KI arbeiten solltest

Du kennst sicher jemanden für den diese Folge unglaublich wertvoll ist. Teile sie mit ihm, der Link ist raykhahne.de/1361.

Bevor wir gleich mit der Folge starten, habe ich noch eine Empfehlung für Dich.

Diesmal in eigener Sache.

Wie lange hörst Du eigentlich schon den Podcast? Ich will ganz ehrlich zu Dir sein. Die meisten Unternehmer setzen einfach nicht um. Das liegt nicht daran, dass sie es nicht wollen, sondern eher daran, das es bei anderen immer so einfach aussieht. Oft fehlt die Struktur, das klare Vorgehen. Auch bei uns hat es viele Jahre gedauert ein so belastbares System aufzubauen. Genau deswegen können wir Dir zeigen, wie Du es schaffst mehr Zeit für Familie, Freizeit und Fitness zu haben. Da Du schon lange den Podcast hörst möchte ich Dir ein Angebot machen. Lass uns einmal für 15 Minuten locker über Deine aktuelle Situation sprechen und dann schauen wir wo Du aktuell die größten Hebel hast. Wie klingt das für Dich? Das ganze ist natürlich kostenfrei.

Wenn Du endlich einen Schritt weiter in die Umsetzung kommen willst, dann lass uns sprechen. Geh dazu auf raykhahne.de/austausch und buche Dir einen Termin. Da die Termine oft schnell vergriffen sind, empfehle ich Dir, jetzt direkt Deine Chance zu nutzen. raykhahne.de/austausch Buche Dein Termin und dann unterhalten wir uns.

Willkommen zu Unternehmerwissen in 15 Minuten. Mein Name ist Rayk Hahne, Ex-Profisportler und Unternehmensberater.

Wir starten sofort mit dem Training.

Willkommen, Daniel Stoller-Schai. Bist du ready für die heutige Trainingseinheit?

Absolut. Leg los.

Sehr gut. Sehr gut. Dann lass uns gleich starten. Und zwar mit den drei wichtigsten Punkten, die wir über dich wissen sollten. In Bezug auf deinen Beruf, deine Vergangenheit und etwas Privates.

Also vom Beruf her. Ich habe in den 90er Jahren Erziehungswissenschaft, Informatik und Psychologie studiert. Das war damals eine Mischung, die niemand begriffen hat, die sich aber total bewährt hat. Ich habe bereits in den 90er Jahren erste Erfahrungen gemacht mit künstlicher Intelligenz, mit neuronalen Netzwerken und mit digitalem Lernen und konnte das dann 20 Jahre lang in der Industrie, in großen und kleinen Unternehmen auch konkret umsetzen. Das zweite aus meiner Vergangenheit Ich habe. Ich liebe die Natur und vor allem das Gärtnern. Also obwohl ich sehr digital unterwegs bin, liebe ich es, tagelang im Garten zu werkeln und dort eher Gartenbau als Pflanzen. Das macht dann eher meine Frau. Und der dritte Punkt ist Familie. Ich habe vier Kinder und unterdessen vier Enkelkinder und würde sagen, das war die beste Entscheidung ever. Übrigens gestern gerade 30 Jahre Hochzeitsjubiläum mit meiner Frau.

Herzlichen Glückwunsch! Danke mega! Und jetzt hol uns mal ab. Was ist deine spezielle Expertise? Was gibst du den Menschen weiter?

Ich arbeite an der Schnittstelle Digitales Lernen, digitales Arbeiten und damit verbundene digitale Organisationsentwicklung. Also ich mache eigentlich Organisationen Unternehmen fit für das digitale Zeitalter. Und seit drei Jahren verdiene ich mein ganzes Geld in allen Projekten nur mit KI, also alles was mit lernen und ki ki upscaling ki Adoption zu tun hat. Und so ist aktuell das wichtigste Thema.

Sehr, sehr cool. Und wie gesagt, wenn man überlegt, dass du dich schon seit den Neunzigern damit beschäftigst. Also da ist aber auch ein riesengroßer Fundus an Erfahrung natürlich da und ich muss sagen, du hast riesengroße Konzerne beraten, was sehr, sehr erfolgreiche Projekte umgesetzt. Aber es war ja nicht immer alles so schlimm. Wir holen uns mal ab. Was war deine berufliche Weltmeisterschaft, deine größte Herausforderung? Wie hast du diese überwunden?

Also das größte, Die größten Erfolge, würde ich sagen, hatte ich in der Hörgerätebranche. Da habe ich weltweit die ersten virtuellen Konferenzen in der Hörgerätebranche aufgebaut. Dann später in der Finanzbranche, das ganze Thema Compliance. Das ist zwar nicht so sexy, aber doch super wichtig. Und da haben wir Programme umgesetzt mit 60.000 Personen weltweit. Und diese Konzernerfahrung, die nützt mir auch jetzt heute, weil ich jetzt weiß, so wie große Konzerne funktionieren und vielleicht, warum oder was wir vorher angesprochen haben, so der größte Tiefpunkt, das war 2023. Ich hatte ein super erfolgreiches 2022, habe dann mein ganzes Erspartes in ein Startup gesteckt, weil ich gedacht habe, 23 geht es dann gleich so weiter. Das war aber nicht der Fall. Da war so quasi das der Hangover von Corona. Da ging gar nichts mehr, keine Investitionen, keine Entscheidung usw Und das führt dazu, dass ich dann wirklich so phasenweise wirklich gar nichts mehr hatte. Und dennoch habe ich mit einem Kollegen mit einem Rechtsanwalt eine zweite Firma gegründet für KI Education. Und dann ging es so Stück für Stück wieder aufwärts. Aber so Mitte 23 war schon echt hart.

Danke, dass du es teils, weil nach außen sieht es ja immer alles so easy und schillernd aus. Aber ja, jetzt sieht man, diese Erfahrung war natürlich auch notwendig, um dich dahin zu bringen, wo du letzten Endes jetzt was sehr spannend fand in unserem Vorgespräch. Du verfügst über mehrere Jahrzehnte KI Erfahrung. Für die meisten Leute ist das irgendwie seit zwei Jahren vielleicht erstmal ein Thema. Und jetzt ist ja die Frage, wie kann ich als kleiner mittelständischer Unternehmer die Sachen auch wirklich umsetzen? Und deine Hauptexpertise besteht ja darin, dass man mit KI auch entsprechend lernen kann. Und das ist auch mittlerweile die Möglichkeit gibt, sein Team über KI zu befähigen und dadurch auch eine gewisse Unabhängigkeit vom Inhaber zu bekommen. Lass uns da ein bisschen tiefer einsteigen. Das heißt, mit welchen Konzepten kriege ich das hin? Wie kann ich als Unternehmer auch mit vielleicht wenig Aufwand erstmal starten, so ein System zum Laufen zu kriegen? Ja, dass wir da ein tieferes Verständnis kriegen, welche Macht und welcher Hebel da drinsteckt.

Ich glaube, es ist superwichtig, gerade für Executives, dass sie konkret selbst Erfahrungen sammeln. Es reicht nicht, wenn du in irgendwelche hochbezahlten Stanford, Harvard IMD Kurse gehst und dann mit einem ganzen Set Hochglanzfolien zurückkommst. Du musst konkret selbst Erfahrungen sammeln. Du musst merken, was geht und was geht nicht. Und viele Unternehmen investieren im Moment in eigene Enterprise PCs. Und die haben natürlich auch ihre Limitierung. Das heißt, du brauchst auch fundiertere Kenntnisse und neu natürlich jetzt auch quasi das ganze Thema Agentenorganisation. Ich glaube nur, wenn du selbst Erfahrung gesammelt hast als Führungskraft, kannst du auch strategisch vorausdenken und dir überlegen Was heißt denn, wenn meine Firma zu einer Organisation wird? Und darum ist das ganz wichtig und so das Aufsetzen solcher erfahrungsbasierten Programme dann zweiter Faktor ganz wichtig die Skalierung. Das kannst du nicht alleine tun. Das heißt, ich baue im Moment in einigen Unternehmen sogenannte KI, Multiplikatoren, Multiplikatoren, Netzwerke oder AI Ambassador Netzwerke auf und so das Wissen eben in die Breite bringen und dort vertiefen. Und natürlich, da werden auch sehr viele neue Use Cases generiert durch die konkrete Anwendung im Alltag und geteilt in den Teams. Das sind so ein paar Bausteine, wo ich denke, in diese Richtung geht es. Ohne behaupten, dass wir wissen, wo wir in zwei, drei Jahren sind. Also wir müssen uns auf diese Lernreise begeben, weil sonst verlieren wir den Anschluss.

Absolut. Und was ganz spannend ist, also die Sachen, die du gerade genannt hast, das sind jetzt erstmal vielleicht Vokabeln, wo nicht jeder unmittelbar was anfangen kann, was dahinter steckt, ist aber am Ende des Tages doch ein sehr nachvollziehbares System. Weil was macht die KI? Sie kann mit Daten und mit Kontext kann sie Dinge letzten Endes ermöglichen. Das heißt, wenn ich als Unternehmer jetzt meine Daten und meinen Kontext reinbringe, habe ich ja die Möglichkeit, das auch an mein Team entsprechend weiterzugeben. Kannst du da vielleicht mal abholen? Was ist so eine Einstiegsübung, die jeder Unternehmer quasi so umsetzen kann? Denn mit der direkten Mehrwert hat und sein Team vielleicht erst die KI fragt, die vom Chef kommt, statt den Chef direkt zu fragen.

Also du kannst zum Beispiel sehr gut Wortanalysen machen oder Due Diligence Prüfungen und solche Dinge. Das funktioniert wunderbar. Da brauchst du etwas. Da brauchst du natürlich nicht nur den prompt, sondern du brauchst auch entsprechendes Datenmaterial. Aber das steht ja meistens zur Verfügung. Und dass das gute Datenmaterial und der Richtige prompt kombiniert. Und so, führt eigentlich fast immer zu sehr guten, interessanten Ergebnissen. Und mein Leitsatz Nummer eins lautet Denken, prompten denken. Also du musst zuerst wissen, was du eigentlich willst, wenn du das formulieren kannst, würde ich sagen, hast du die KI eigentlich bereits im Griff? Dann das richtige Modell auswählen, den prompt formulieren und dann ganz wichtig kommt der zweite Aspekt, nämlich das Resultat auch überprüfen, reflektieren, verbessern. Entweder verbesserst du den prompt generell oder du verbesserst das Resultat im Dialog. Aber dieses denken prompten Denken finde ich super wichtig. Und wenn du das so machst, wenn du eben zuerst in den Denkprozess investierst, dann erhältst du auch Ergebnisse, die ich eben nicht allgemein sind, sondern die eben zugeschnitten sind auf deinen Case, auf deine, auf dein Unternehmen und die dir dann auch etwas bringen. Ja.

Sehr cool. Du hast im Vorgespräch gerade noch eine Sache gesagt, die ich aus deinem Mund sehr eigenartig fand. Ja, der hat erstmal so ein komisches Gefühl bei mir ausgelöst. Du hast gesagt, es ist super wichtig, dass Unternehmer ihr Wissen zur Verfügung stellen, Mitarbeiter mit aufschlagen. Aber Unternehmer sollen vor allem auch ohne KI denken.

Das Stichwort ist Deep Work. Also ich glaube, wir müssen viel mehr in Deep Work Phasen investieren, wo wir wirklich uns Zeit nehmen, strategisch zu diskutieren und auch auszuhandeln mit Personen in Unternehmen oder vielleicht auch mit Personen außerhalb des Unternehmens, in welche Richtung es gehen könnte, wie sich unsere Branche verändern könnte. Schönes Beispiel ist die deutsche Automobilbranche. Da hat der Vorstand der Deutschen von Volkswagen Porsche hat beim Vater der chinesischen Elektromobilität promoviert. Und dann kam aber doch recht wenig zurück, oder? Und ich glaube, für diese Denkprozesse müssen wir uns Zeit nehmen. Wir müssen Zeit haben, darüber nachzudenken, wie unsere eigene Branche disruptiert werden könnte. Und das kann ich nur bedingt mit KI tun. Aber die KI kann eben helfen, dann diese Denkmuster und diese Denkansätze, die vielleicht ganz analog entstanden sind, zusammenzufassen, zu extrahieren und auch auf die blinden Punkte hinzuweisen, finde ich total spannend. Wenn ich dann noch kurz was ergänzen kann. Ich habe kürzlich einen Workshop gemacht, wo wir eine Governance gebaut haben und wir haben eigentlich fast einen ganzen Tag lang ohne KI gearbeitet, mit ganz vielen Flipcharts und Postits usw und dann danach alles dokumentiert und in zwei Stunden zu einer supertollen Governance Charter zusammengebaut. Also die KI gibt dir lustigerweise, wenn du es richtig machst, wieder mehr Zeit zum Denken.

Und das finde ich wichtig, weil es sind ja stürmische Zeiten für viele Unternehmer. Es gibt viele Herausforderungen und genau das, was du sagst, dieses Worauf kann ich mich wirklich beziehen und wo kann ich auch neue Dinge entwickeln. Und egal wie man jetzt die KI Modelle sich anschaut, die Verknüpfung herzustellen von neuen Themen, da sind wir Menschen nach wie vor noch mal ganz gut drin, weil die KI muss ja schon quasi die Informationen bekommen, was in Kontext gesetzt werden soll, Welche Daten da sind, wenn ich das vorher nicht schaffe, wird schwierig. Sehr, sehr spannend. Und vielleicht hast du mal so einen letzten Tipp für uns, wenn ich jetzt das Thema Deep Work auch reinsteige, wie kann ich mich denn auf sowas gut vorbereiten? Weil was ich immer wieder merke ist, viele Unternehmer haben dann diesen Impuls. Ja, ich frage dann doch noch mal schnell die KI und ich hole mir da vielleicht noch mal eine Idee oder eine Analyse und baut sich damit ja schon auch wieder Sachen rein. Hast du da nochmal empfehlen lassen? Okay, wie komme ich am besten in den Deep Work Modus wirklich rein?

Ja, ich glaube, du musst dir zuerst einmal Zeit nehmen, darüber nachzudenken, was dir persönlich wichtig ist. Und dann gibt es natürlich verschiedene Kreativitätstechniken, die du einsetzen kannst. Ich nenne nur eine. Eine ganz klassische. Du baust dir ein Mindmap, zeichnen es dir mal auf und so, was dir alles wichtig ist. Und da kannst du gerne auch private Dinge und andere Dinge mit dazunehmen. Und das darf auch über ein, zwei Wochen wachsen. Und nachher wertest du dieses Mindmap handgeschrieben oder vielleicht auf einem Miro Board erstellt mit KI aus und befragst es danach und so, wo Stärken und Schwächen sind, wo vielleicht noch Lücken sind, wo auch Muster zu erkennen sind, die du vielleicht selbst gar nicht siehst, oder auch Bezüge zueinander. Und das kann dir vielleicht helfen, dann auch Schwerpunkte zu setzen. Oder du lässt dich dann von der KI auch Maßnahmen empfehlen, sodass du zum Beispiel die nächsten drei Monate tun sollst und dann hast du deine persönliche Roadmap für die Work.

Ja, sehr, sehr cool dann. Wir gehen schon auf die letzten Meter unseres Interviews. Wenn wir jetzt sagen Hey, wir würden gerne Kontakt mit dir treten oder brauchen vielleicht auch mal deine Unterstützung, deine Expertise, wie machen wir das am besten? Und dann verabschieden wir uns.

Am besten per LinkedIn oder? Über meine Webseite.

Verlinken wir natürlich auch alles in den Shownotes. Daniel Vielen, vielen Dank, dass du deine Zeit mit uns geteilt hast. Ich freue mich. Das nächste Gespräch mit dir.

Super, vielen Dank. War toll. Danke.

Und wenn Du Ideen wie diese jetzt auch umsetzen möchtest, und wissen willst wie Dich selbst und Dein Unternehmen effizienter machst  dann lass uns sprechen. Buche Deinen Termin für eine Potentialanalyse unter raykhahne.de/austausch

  • die Shownotes zu dieser Folge findest Du unter raykhahne.de/1361
  • alle Links habe ich Dir dort aufbereitet und Du kannst die Inhalte der Folge noch einmal nachlesen

Danke, dass Du die Zeit mit uns verbracht hast.

Das Training ist vorbei, jetzt liegt es an Dir. Viel Spaß mit der Umsetzung.

Rayks Podcast: „Unternehmerwissen in 15 Minuten“

NEUE
FOLGE

Rayks Podcast ist eine unverzichtbare Inspirationsquelle für Unternehmer, die effizienter arbeiten und ihre Ziele erreichen möchten. Wöchentlich vermittelt er in kurzen Folgen wertvolle Impulse, praxisnahe Tipps und sofort umsetzbare Strategien gemeinsam mit erfolgreichen Gästen, wie z.B.:

Frank Thelen

Frank
Thelen

Moritz Fürste

Moritz
Fürste

Joey Kelly

Joey
Kelly

Jochen Schweizer

Jochen
Schweizer

monatliche Hörer machen den Podcast zum größten Unternehmerpodcast der DACH-Region

Rayk Hahne mit Thomas Weber im Interview
Rayk bei der Aufnahme einer Podcast-Folge
Podcast mit Leo Gärtner
Podcast Gäste
Christian Gärtner
Rayk Hahne mit Julien Backhaus