1271: GmbH in Gefahr? Diese Notfall-Regeln sichern Löhne & Verträge

Vom 18.02.2026



Das ist Folge 1271 mit Carsten Cramer, Notar aus Hamburg und Praxisprofi für unternehmerische Vorsorge. Er zeigt glasklar, wie du mit wenigen, schnell umsetzbaren Schritten Handlungsfähigkeit, Nachfolge und Vermögen sicherst – damit dein Unternehmen auch im Ernstfall läuft.

Willkommen zu Unternehmerwissen in 15 Minuten.

Mein Name ist Rayk Hahne, Ex-Profisportler und Unternehmensberater.

Jede Woche bekommst Du eine sofort anwendbare Trainingseinheit, damit Du als Unternehmer noch besser wirst.

Danke das Du Die Zeit mit mir verbringst. Lass uns mit dem Training beginnen.

In der heutigen Folge geht es um, GmbH in Gefahr? Diese Notfall-Regeln sichern Löhne & Verträge

Welche 3 wichtigen Punkte kannst Du Dir aus dem heutigen Training mitnehmen?

1. Welche Dinge Dein Unternehmen ruinieren können

2. Warum Vollmacht nicht gleich Vollmacht ist

3. Was es brauch um dich 100 % abzusichern

Du kennst sicher jemanden für den diese Folge unglaublich wertvoll ist. Teile sie mit ihm, der Link ist raykhahne.de/1271.

Bevor wir gleich mit der Folge starten, habe ich noch eine Empfehlung für Dich.

Diesmal in eigener Sache.

Wie lange hörst Du eigentlich schon den Podcast? Ich will ganz ehrlich zu Dir sein. Die meisten Unternehmer setzen einfach nicht um. Das liegt nicht daran, dass sie es nicht wollen, sondern eher daran, das es bei anderen immer so einfach aussieht. Oft fehlt die Struktur, das klare Vorgehen. Auch bei uns hat es viele Jahre gedauert ein so belastbares System aufzubauen. Genau deswegen können wir Dir zeigen, wie Du es schaffst mehr Zeit für Familie, Freizeit und Fitness zu haben. Da Du schon lange den Podcast hörst möchte ich Dir ein Angebot machen. Lass uns einmal für 15 Minuten locker über Deine aktuelle Situation sprechen und dann schauen wir wo Du aktuell die größten Hebel hast. Wie klingt das für Dich? Das ganze ist natürlich kostenfrei.

Wenn Du endlich einen Schritt weiter in die Umsetzung kommen willst, dann lass uns sprechen. Geh dazu auf raykhahne.de/austausch und buche Dir einen Termin. Da die Termine oft schnell vergriffen sind, empfehle ich Dir, jetzt direkt Deine Chance zu nutzen. raykhahne.de/austausch Buche Dein Termin und dann unterhalten wir uns.

Willkommen zu Unternehmerwissen in 15 Minuten. Mein Name ist Rayk Hahne, Ex-Profisportler und Unternehmensberater.

Wir starten sofort mit dem Training.

Rayk: Willkommen, Carsten Cramer. Bist du ready für die heutige Trainingseinheit?

Carsten: Ich bin ready. Jawoll!

Rayk: Sehr gut. Sehr gut. Dann lasst es gleich starten. Und zwar, dass du einmal kurz sagst. Wer bist du und was machst du genau?

Carsten: Ja, ich bin Carsten Cramer. Ich bin Notar in Hamburg, seit circa elf Jahren. Vorher, bevor man Notar ist, macht man noch mal drei Jahre Ausbildung. Also jetzt 14 Jahre in diesem Business sozusagen, und sitze nicht ganz so weit entfernt von dir hier in Hamburg. Ungefähr 20 Treppenstufen, würde ich sagen, also im selben Haus, ein paar Etagen weiter unten allerdings.

Rayk: Ja, sehr, sehr cool. Also muss ich wirklich sagen, du hältst mal typisch norddeutsch, ein bisschen hinterm Berg. Hast eine große Ausbildung gemacht in Amerika, bist von allen Leuten, die ich kenne, so in Hamburg auch einer, der immer wieder genannt wird, immer wieder Empfehlung ausgesprochen werden. Also was da wirklich extrem guten Job. Und heute geht es um den unternehmerischen Notfallkoffer. Kannst du uns da vielleicht mal ein bisschen abholen? Was sind also die drei wichtigsten Punkte, die wir als Unternehmer auf dem Zettel haben sollten?

Carsten: Also vorab vielleicht war das ein Thema. Natürlich, das macht keinen Spaß. Also das setzt voraus, dieses Thema setzt voraus, dass man sich mit schlimmen Dingen wie schlimmen Krankheiten, Unfall und natürlich dem eigenen Tod Auseinandersetzt. Von daher ist das ein Thema. Und das erlebe ich auch in der Praxis, dass immer wieder viele Menschen vor sich her schieben, bis es dann irgendwann zu spät ist. Und jeder Unternehmer, jede Unternehmerin muss wissen Ich habe nur eine Chance, dieses Thema anzugehen. Und das ist jetzt, wo es mir gut geht, wo ich gesund bin. Wenn ich morgen vorm Baum fahre, ist es zu spät. Das heißt, jeder Unternehmer, jede Unternehmerin braucht so einen Notfallkoffer. Und es geht eigentlich immer um zwei Szenarien, die man in den Blick nehmen muss. Das eine ist schon, wie gerade angesprochen, das Thema Krankheit. Unfall. Das kann mich plötzlich treffen. Also ich fahre morgens zur Arbeit, setze mich ins Auto, fahre vor einen Baum. Ich liege auf der Intensivstation, wochenlang. Das Leben um mich herum geht weiter. Es muss eine Entscheidung getroffen werden. Eben natürlich einmal im medizinischen Bereich. Das ist jetzt nichts spezifisch Unternehmerisches, das betrifft uns alle. Da müssen Behandlungsverträge geschlossen werden, Einwilligung in ärztliche Maßnahmen etc. Aber das Unternehmen läuft auch weiter, wenn ich der einzige Geschäftsführer im Unternehmen bin, wenn ich keinen Prokuristen habe, wenn ich keine Vollmachten ausgestellt habe, dann steht mein Unternehmen still. Das ist die eine Seite. Und wenn ich Unternehmerin oder Unternehmer bin, dann habe ich wahrscheinlich auch privat irgendwie Vorsorge getroffen. Viele Unternehmer bilden oder sorgen für das Alter durch Vermögensaufbau, nicht durch Einzahlungen in Rentenversicherung vor. Wenn ich jetzt Immobilien umschichten will etc. da geht nichts mehr. Das sind so die großen Themen. In dem einen Szenario. Und dann muss ich mich mit dem worst case, dem eigenem Todesfall, natürlich auch auseinandersetzen. Wenn ich sterbe, muss ich wissen, wie verteile ich das, was übrig bleibt? Wie verteile ich mein Unternehmen? Wer bekommt mein Unternehmen? Wer wird mein Unternehmensnachfolger? Und natürlich wer wird Nachfolger meiner sonstigen Vermögensgegenstände? Und wenn ich da nichts tue, dann ist das im Regelfall schlecht.

Rayk: Kannst du es vielleicht an der Stelle einmal so ein bisschen abholen? Wie ist denn so der gesetzliche Regelfall und wie ist auch das, was ich beeinflussen kann? Weil letzten Endes beim Testament. Es gibt halt ein Regelfall und dann kann ich auch davon Abweichung treffen. Ähnliches ist ja auch hier. Kannst du uns da vielleicht mal so eine Idee geben? So ein Szenario, dass ich als Unternehmer auch noch mal die Tragweite dieser Aktion verstehe?

Carsten: Ja, absolut richtig. Und auch da müssen wir wieder differenzieren zwischen dem Unfall Krankheit Szenario. Fangen wir mit dem mal an So, wenn ich wie mein Beispiel mich ins Auto setze, fahr zur Arbeit, fahre gegen Baum, ich im Koma. Ich kann keine Entscheidungen mehr treffen. Was viele nicht wissen Meine Ehefrau kann die Entscheidung auch nicht treffen. Viele denken ja, ich bin ja verheiratet. Mein Ehepartner, meine Ehefrau kann das ja machen. Ist nicht so, der Ehepartner hat ganz, ganz begrenzte Befugnisse im gesundheitlichen Bereich, wenn es ins Krankenhaus geht. Da gibt es so ein sogenanntes Notvertretungsrecht. Inzwischen gibt es auch noch nicht lange Jahre, aber gibt es inzwischen. Da kann vielleicht die eine oder andere medizinische Anordnung getroffen werden, aber was das Unternehmen betrifft, kann der Ehepartner gar nichts machen. Das heißt, ich muss, ich bin handlungsunfähig. Wer kommt jetzt? Jetzt kommt das Gericht, dass die Angehörigen müssen zum Betreuungsgericht. Die müssen einen Antrag auf Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung stellen. Und dann müssen sie hoffen, dass einer der Angehörigen ausgewählt wird. Das entscheidet aber das Gericht. Ja, da bin ich schon mal abhängig von der Entscheidung des Richters, der Richterin, die da sitzt. Ob ich das werde als Ehepartner oder ob das jemand anders wird und der, wenn ich das Glück habe, zum Betreuer bestellt zu werden, dann kann ich viele Entscheidungen auch gar nicht selbst treffen. Da müssen dann wiederum beträchtliche gerichtliche, betreuungsgerichtliche Genehmigungen eingeholt werden. Also wenn es um den Verkauf des Unternehmens.

Rayk: Kurze Zwischenfrage an der Stelle. Das heißt aber auch jedes Mal ich habe den gerichtlichen Werdegang, der ja auch Wochen und Monate dauern kann.

Carsten: Absolut. Du musst zum Gericht. Genau jetzt kannst du natürlich auf die Dringlichkeit verweisen. Aber wir haben Bearbeitungszeiten bei Gerichten von fünf Tagen bis zwölf Monaten sozusagen. Das mag in solchen Fällen dann etwas schneller gehen aufgrund der Dringlichkeit. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Auf gar keinen Fall. Das heißt, ich habe die Ungewissheit Wer vertritt mich jetzt in dieser Situation? Welcher Richter spricht er mit Und genehmigen die auch all das, wenn es um genehmigungsbedürftige Geschäfte geht, wie zum Beispiel Verfügungen über Immobilien etc. wenn es dann darauf ankommt Und das ist natürlich ein Fiasko. Also wenn ich dir, wenn ich dich fragen würde, fändest du das jetzt okay? Du fährst morgen ins Koma und es entscheidet das Gericht. Wie es dann hier so weitergeht und wer da eingesetzt wird, wirst du wahrscheinlich. Nein, natürlich nicht. Da würde jeder Nein sagen. Man muss sich eben einmal überwinden. Jetzt dann die richtigen Entscheidungen zu treffen und die richtige Entscheidung, wie man dem abhelfen kann, ist und das ist jetzt das erste Instrument aus unserem Notfallkoffer, eine Vorsorgevollmacht, General und Vorsorgevollmacht. Was mache ich damit, Wenn ich die errichte, dann setze ich jemanden ein, der in einer solchen Situation alle Entscheidungen treffen kann. Also ich könnte jetzt heute zum Notar gehen und ich könnte sagen, ich gebe dir eine Generalvollmacht, das heißt, du kannst schon mal alle meine vermögensrechtlichen Angelegenheiten regeln, das heißt, du kannst über meine Immobilien verfügen, du kannst Mietverträge schließen, kündigen, du kannst über Konten verfügen, du kannst Rechnungen bezahlen, du kannst Verträge kündigen. Was will ich noch mit meinem Fitnessstudio Vertrag, wenn ich im Koma liege? Ja, der muss weg. Kann nur keiner kündigen. Kannst du Jetzt hast du die Generalvollmacht und ich setze dich eben ein um, damit du auch all die gesundheitlichen Themen für mich. Das gehört auch mit dazu. Und abgerundet wird das ganze Paket dann noch durch eine Patientenverfügung. Das haben die meisten wahrscheinlich auch schon mal gehört, mit der ich sage also wenn ich dann wirklich ganz unheilbar krank bin und keine Chance mehr besteht, dass ich jemals wieder menschenwürdig leben werde, dann sollen die Geräte ausgestellt werden. Und das ist das erste große Paket im Unfallkoffer, sozusagen die General und Vorsorgevollmacht.

Rayk: Sehr stark und vielleicht noch mal, um so ein Gefühl dafür zu bekommen am Ende des Tages. Wir reden ja hier auch nicht um ein Riesenthema herum, sondern ich glaube, das emotionale Überwinden ist doch viel größer, weil jeder, der eine Eigentumswohnung gekauft hat, da ist ja wahrscheinlich mehr dahinter, was irgendwie noch durch euch geprüft werden muss. Also kannst du uns vielleicht auch ein Gefühl dafür geben. Was heißt denn das? Weil ihr bringt ja schon ganz viel Vertragswerk mit. Es muss vielleicht an einer Stelle angepasst werden, aber ist ja vielleicht gar nicht so eine riesen Nummer, wie man immer denkt.

Carsten: Ist überhaupt gar keine Riesennummer. Also das ist eine Urkunde, die hat drei vier Seiten. Also wenn du da jetzt morgen zu mir kommst, dann machen wir das in zehn Minuten. Also, das geht ruckzuck. Also das ist überhaupt nicht das große Problem. Da müssen auch nicht viele Entscheidungen getroffen werden, weil das geben wir ja schon vor. Also wir haben die 15-jährige Erfahrung und wissen, wie muss das formuliert sein, was muss da alles drin sein, um in der Praxis dann auch Anerkennung zu finden? Das ist alles überhaupt gar kein Problem. Es geht eben immer um das Thema, sozusagen. Du musst dich einmal damit auseinandersetzen. Ich spreche das oft auch aktiv an Wer eine Immobilie kauft, braucht so etwas. Wer ein Unternehmen gründet, braucht so etwas. Ich spreche es bei den Leuten an und ich würde sagen 80, also 100 % sagen Jawohl, total wichtig, total wichtig. Ja, und 10 % kommen wieder.

Rayk: Ja, absolut. Also selber auch schuldig. Im Sinne der Anklage muss ich auch ganz klar sagen. Ich meine, wenn.

Carsten: Du noch.

Rayk: Nicht. Haben wir noch nicht. Aber ich weiß jetzt, wo ich meinen Termin machen muss.

Carsten: So zehn Minuten.

Rayk: Genau. Und wir haben auch schon ein paar Verträge zusammen gemacht. Insofern ist das ja wirklich easy. Was ich noch wichtig finde, gerade das Thema zeitlicher Faktor. Wenn wir jetzt bei Gerichten von fünf Tagen bis zwölf Monaten sprechen, so allein das irgendwie mal in Referenzrahmen zu setzen. Das heißt, ich kann im Ernstfall sagen okay, meine Frau, mein Partner, vielleicht auch meine Kinder, wenn sie alt genug sind und entsprechend mündig, können Entscheidungen im Sinne meines Unternehmens treffen. Ob die das jetzt gut machen oder nicht, sei mal dahingestellt. Aber es ist überhaupt eine Entscheidungsgrundlage, denn sonst? Mitarbeitergehälter, Kundenverträge und sowas. Nichts davon darf angerührt werden. Das will ich wirklich nur mal so dezidiert von dir hören.

Carsten: Korrekt. Also wenn wir da jetzt noch ein bisschen näher einsteigen. Also unterstellen wir mal, du bist Inhaber einer GmbH zu 100 % Gesellschafter und dein Unternehmen wird in der GmbH geführt. So die Generalvollmacht, von der ich gerade spreche. Die betrifft erst mal im ersten Schritt dich persönlich. Was könnte jetzt deine Ehefrau machen? Deine Ehefrau könnte, wenn du geschäftsunfähig bist, im Koma liegst. Könnte jetzt Beschlüsse fassen, zum Beispiel der GmbH, weil du bist Gesellschafter, Du kannst den Beschluss nicht mehr fassen, Sie kann ihn unterzeichnen mit der Generalvollmacht. Was kann sie nicht machen mit der Generalvollmacht? Sie könnte jetzt nicht Löhne überweisen oder einen neuen Vertrag auf Ebene der GmbH schließen, weil die Generalvollmacht das bist ja du persönlich. Die GmbH ist die GmbH. Die wird durch ihre Geschäftsführung vertreten auf der Ebene. Jetzt sind wir schon im Tools oder beim zweiten Paket für den Notfallkoffer. Kannst du jetzt aber auch noch mal ansetzen und kannst auch noch mal spezifisch für das Unternehmen Vorsorge treffen. Die kann ganz unterschiedlich ausgestaltet sein. Das muss auch nicht immer in jedem Fall das Passende für jedes Unternehmen sein. Das muss man sich genau angucken. Du kannst zum Beispiel einen zweiten Geschäftsführer bestellen und hast kein Problem.

Carsten: Wenn du der einzige Geschäftsführer bist, bestell den zweiten Geschäftsführer, dann kann der halt handeln. Solange der einzelne Vertretungsbefugt ist, kannst du lösen, wenn du sagst Ne Geschäftsführung will ich doch nicht aus der Hand geben, das mache ich schon wieder. Lieber alles allein, Dann kannst du einen Prokuristen bestellen. Der Prokurist kann auch fast alles auf Ebene der Gesellschaft machen. Das geht auch. Oder du kannst die Vollmacht erteilen. Du kannst Kontovollmacht an Mitarbeiter geben, du kannst eine sogenannte Generalvollmacht machen. Das ist dann sozusagen alles auf Ebene des Unternehmens, was abgedeckt ist. Und im Beispiel zu bleiben, wenn du den Unfall hast, deine privaten Rechnungen zahlt jetzt die Ehefrau mit der Generalvollmacht kann sie überweisen, weil sie hat die Generalvollmacht und die Rechnungen der Gesellschaft werden weiter beglichen, weil es einen zweiten Geschäftsführer gibt, weil es einen Prokuristen gibt, weil es einen General handlungsbevollmächtigt ist. Wenn du das alles versäumt hast, auch nicht ganz so schlimm, weil deine Ehefrau hat ja wieder die Generalvollmacht. Sie könnte ja wieder Beschlüsse fassen. Auf der Ebene der GmbH könnte zum Beispiel einen neuen Geschäftsführer bestellen. Das heißt, die Generalvollmacht ist erstmal das zentrale Instrument, was jede Unternehmerin, jeder Unternehmer braucht.

Rayk: Was vielleicht ja auch ein wichtiger Punkt ist. Jetzt haben wir ja gerade schon im Bereich der Körperschaften uns das Ganze angeschaut. Jetzt haben wir aber natürlich viele Personengesellschaften, natürliche Personen, das heißt, da greift ja das auch noch mal auf einer anderen Ebene, weil wir sind ja gar nicht mehr im Bereich der der Gesellschaft. Kannst du da vielleicht noch mal einen Blick geben? Was heißt das, wenn ich jetzt normales Einzelhandelsunternehmen habe und mich damit beschäftige?

Carsten: Da ist wieder unproblematisch, weil wenn du ein Einzelunternehmer bist, dann ist es ja so, dass alle Verträge in deinem eigenem Namen geschlossen sind. Alle Vermögenswerte gehören dir. Das ist jetzt unabhängig davon, ob du als eingetragener Kaufmann im Handelsregister stehst oder ob du das ohne Handelsregistereintrag hast. Da hilft immer die Generalvollmacht, weil das sind ja alles deine Angelegenheiten. Zwar nicht deine persönliche Sphäre, sondern deine berufliche geschäftliche Sphäre, aber das deckt die Generalvollmacht ab. Und wenn du dich entschlossen hast, das Ganze zu führen im Rahmen einer Kommanditgesellschaft oder zusammen mit einem Partner, einer Partnerin in einer offenen Handelsgesellschaft, dann hast du wieder die zweite Ebene. Ganz richtig. Und da kann es dann sich wieder anbieten, auch auf der Ebene durch Prokuristen etc. auch noch mal Vorsorge zu treffen.

Rayk: Sehr gut. Und vielleicht noch mal auch einen Punkt. Jetzt können Partnerschaften Konstellationen ja auch mal nicht so gut laufen. Also ich habe das selber auch im privaten Umfeld erlebt, dass ein Unternehmer mit seiner Ehefrau nicht gut auseinandergegangen ist. Dann ist er verstorben. Sie hat das Unternehmen bekommen und dann ist das Unternehmen zwei Jahre später platt gewesen. Das heißt auch, da vielleicht mal einen Kontext zu geben. Wenn ich jetzt meiner Familie vielleicht auch gar nicht zutraue, dass sie das Unternehmen in meinem Sinne fortführen oder auch im Sinne der Mitarbeiter und der entsprechenden Beschäftigten, was sind da auch die Möglichkeiten?

Carsten: Korrekt, das leitet jetzt über, weil dein Beispiel ist ja gerade so gebildet, dass eine Person verstorben ist. Dann sind wir jetzt beim dritten Paket im Koffer und sind jetzt im Erbrecht angekommen. Da geht es also jetzt um die Frage Wie sorgst du für den Fall vor, dass du morgen tot umfelst, sozusagen. Das Leben geht weiter. Das Unternehmen geht weiter. Ja, und auch da kannst du und solltest du Vorsorge treffen, weil du diese Entscheidung und das ist jetzt wieder schwer, also diese Entscheidung musst du jetzt treffen. Und zwar das nicht im Sinne einer Vollmacht. Noch mal, die regelt ja die Fälle, in denen du noch lebst und das Leben einfach weitergeht. Sondern jetzt musst du Farbe bekennen und sagen Wer wird Unternehmensnachfolger? Also du musst ein Testament errichten, Erben einsetzen in diesem Testament möglicherweise darin auch bestimmen, wem die Unternehmensanteile, wenn wir mal bei der GmbH bleiben, zufallen oder wenn du Einzelunternehmer bist? Wem das einzelne kaufmännische Unternehmen oder das nicht kaufmännische Unternehmen zufällt, das musst du da regeln und dann kannst du das noch flankieren. Also wenn du jetzt sagst, das soll grundsätzlich meine Familie bekommen, aber ich halte die nicht für geeignet, das Unternehmen fortzuführen, dann kannst du das zum Beispiel flankieren durch eine Testamentsvollstreckung, wenn du jemanden hast. Also du setzt dein Ehepartner, die Kinder, ein Kind. Wie auch immer, das muss dann diskutiert werden zum Erben ein und sagst ich traue denen das nicht zu. Ich ordne jetzt hier erst mal die ersten fünf Jahre Testamentsvollstreckung an, weil ich habe den Geschäftspartner, die Geschäftspartnerin gehe und die weiß, wie das geht. Vielleicht ist das auch die Mitgesellschafterin etc. Wobei das natürlich auch wieder spezifische Konflikte begründen kann. Muss man sich gut überlegen, aber die könnten dann die Verwaltung des Nachlasses übernehmen und das Instrument dafür ist die sogenannte Testamentsvollstreckung.

Rayk: Und wir sind so langsam auf der Zielgeraden. Das heißt, es gibt unterschiedliche Konstellationen, auch der Gesellschaftervertrag, Da gibt es ja auch häufig in den Mustern so was. Was passiert im Todesfall? Aber auch dort ist natürlich die Frage gelebte Praxis und wie, Wie soll mein Wille da letztenendes auch umgesetzt werden? Carsten Wenn wir jetzt sagen, okay ist ein Thema, ja, ist vielleicht nicht sexy, aber sehr notwendig und eine hohe Priorität. Also mich hast du auf jeden Fall heute begeistert. Morgen früh, 10:00. Ja, genau. Wie können wir am schnellsten Kontakt mit ihr aufnehmen und sie auch unabhängig davon, ob in Hamburg ist oder nicht, dass wir da einen Weg zu finden.

Carsten: Setzt euch damit auseinander, Macht einen Termin. Beratungsgespräch kostet nicht viel Geld und dann findet man immer eine Lösung. Aber man sollte sie finden.

Rayk: Und auch da noch mal Notariat Spitaler Straße kann man einfach noch mal sich entsprechend anschauen. Verlinken wir auch. Und auch die Präsentation, die du quasi zu heute noch mal vorbereitet, verlinken wir uns insofern. Carsten, vielen, vielen Dank, dass du dabei warst und ich freue mich das nächste Gespräch mit dir gern.

Und wenn Du Ideen wie diese jetzt auch umsetzen möchtest, und wissen willst wie Dich selbst und Dein Unternehmen effizienter machst  dann lass uns sprechen. Buche Deinen Termin für eine Potentialanalyse unter raykhahne.de/austausch

  • die Shownotes zu dieser Folge findest Du unter raykhahne.de/1271
  • alle Links habe ich Dir dort aufbereitet und Du kannst die Inhalte der Folge noch einmal nachlesen

Danke, dass Du die Zeit mit uns verbracht hast.

Das Training ist vorbei, jetzt liegt es an Dir. Viel Spaß mit der Umsetzung.

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